Der Kirchenvorstand

Eigentlich ist ja alles ganz einfach: „Der Kirchenvorstand verwaltet das Vermögen der Kirchengemeinde und vertritt diese.“ So bestimmt es § 1 des Gesetzes über die Verwaltung des katholischen Kirchenvermögens im Erzbistum Berlin (KiVVG). Damit der Kirchenvorstand weiß, was er zu tun hat, gibt es die Geschäftsanweisung für die Arbeit der Kirchenvorstände im Erzbistum Berlin: „Der Kirchenvorstand sorgt dafür, dass das Vermögen der Kirchengemeinde ordnungsgemäß verwaltet, weder gemindert noch seinem Zweck entfremdet, vielmehr in jeder Hinsicht gesichert, in gutem Zustand erhalten und nicht nur wirtschaftlich, sondern auch unter sozialen Gesichtspunkten genutzt wird.“

Nun ist es mit dem Vermögen der Gemeinde wie mit dem Vermögen kinderreicher Familien: Es fehlt an allen Ecken und Enden! Die Kirche braucht einen neuen Anstrich, die Kindertagesstätten dieses, die Jugendgruppen jenes. Um die Ausgaben brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, davon haben wir reichlich.

Die Einnahmen dagegen reichen nicht aus. Das Erzbistum Berlin hatte im Jahr 2004 ein Kirchensteueraufkommen von ca. 50 Millionen Euro und bekanntlich sollte man nicht mehr verteilen, als man einnimmt. Das Steueraufkommen muss für das gesamte Erzbistum reichen, zu dem auch der vorpommersche Teil von Mecklenburg-Vorpommern gehört: 18 Dekanate, 107 Kirchengemeinden mit ca. 380.000 Katholiken auf einer Fläche von ca. 31.000 km². Die Aufgaben wachsen, die staatlichen Stellen ziehen sich zurück. Die katholischen Schulen könnten beispielsweise - gemessen an den Anmeldungen - die dreifache Schülermenge aufnehmen, doch fehlt es an Räumlichkeiten und Geld.

Ein anderes Beispiel: Unsere Kindertagesstätten sind heiß begehrt! Das Land Berlin setzt die Elternbeiträge fest, die als hoch empfunden werden. Ungeachtet dieser Beiträge und der Zuschüsse aus Landesmitteln sind 15 Prozent der Kosten von den Trägern zu finanzieren. Hier erbringen die katholischen Gemeinden einen beachtlichen Beitrag für die Gesellschaft dieser Stadt.

Jeder guten Willens ist aufgerufen, sich einzubringen! Wenn Sie meinen, dass ihre besonderen Fähigkeiten der Gemeinde nützlich sein können, geben Sie bitte Ihre Daten in die Helfer-Kartei. Die klügsten Köpfe der Stadt leben unter uns. Wenn wir es nicht gemeinsam schaffen - wer dann? 

 
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