Predigten
Fastenpredigt 11./12.03.2017 - sola gratia
Geschrieben von: Prof. Dr. Matthias Remeny, Diakon   

Liebe Brüder und Schwestern im Glauben!

Mit dem heutigen Sonntag starten wir in St. Ludwig wieder unsere Fastenpredigtreihe. Thema diesmal – wie kann’s im Reformationsjubiläum und Lutherjahr auch anders sein – sind die drei sogenannten sola-Formeln, die das Gesamt der reformatorischen Erkenntnis auf den Punkt bringen wollen. Der Mensch findet Luther zufolge Rettung und Heil einzig und allein sola gratia, sola fide und sola scriptura: sola gratia – allein aus Gnade (und nicht aus eigener Macht und Freiheit); sola fide – allein aus dem Glauben (und nicht aus eigener Leistung und selbst hergestellter Sicherheit); sola scriptura – allein aus dem Lesen und Befolgen der Heiligen Schrift (und nicht durch ein kirchliches Lehramt).

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Über die Auferweckung - Predigt zum 32. Sonntag
Geschrieben von: Prof. Dr. Matthias Remenyi, Diakon   

Liebe Brüder und Schwestern im Glauben!

Es scheint unser Schicksal als Christinnen und Christen zu sein, dass uns gerade das am Allerwichtigsten im Glauben ist, was vielen anderen als schlechterdings absurd erscheint. Dass Gott selbst in Jesus Christus am Kreuz für uns den Tod erlitten hat, ist zum Beispiel für Juden wie für Muslime vollkommen undenkbar. Und dass wir Menschen dereinst leiblich aus dem Tod auferstehen werden, ist für unsere säkularen Mitbürgerinnen und Mitbürger nichts weiter als eine fromme Spinnerei, bestenfalls eine naive Jenseitsvertröstung eben.
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Pfingsten 2016: Den neuen Anfang wagen
Geschrieben von: Prof. Dr. Matthias Remenyi, Diakon   

Liebe Brüder und Schwestern!

Mit dem Anfangen ist es so eine Sache. Aller Anfang ist schwer, sagt man, und da ist wohl viel Wahres dran. Deshalb bleibt uns ein geglückter Anfang im Gedächtnis haften: Wir denken daran zurück und erinnern uns gerne. Und wenn noch mehr Zeit verstrichen ist, dann beginnen sich Geschichten und Erzählungen darum zu ranken. Gründungsmythen entstehen. Deshalb eignet dem guten Anfang auch die Gefahr, romantisiert und verkitscht zu werden. Wer kennt nicht das Gedicht von Hermann Hesse: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, ich kann es schon fast nicht mehr hören. Für mich hat Neubeginn zumeist wenig mit Zauberhaftem, dafür umso mehr mit Krisenhaftem zu tun. Es sind doch immer wieder die Krisen, die einen neuen Anfang nötig werden lassen. Altes hat sich überholt und funktioniert nicht mehr, etwas hat sich buchstäblich totgelaufen. Ein neuer Anfang muss gewagt werden.

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Kranke besuchen / Sich um Gefangene sorgen - Fastenpredigt 27./28.02.2016: Werke der Barmherzigkeit
Geschrieben von: Prof. Dr. Matthias Remenyi, Diakon   

Liebe Brüder und Schwestern im Glauben!

Vergangene Woche erwähnte Pater Damian bei seiner Fastenpredigt, dass er großen Respekt vor dem Thema und der Predigt gehabt habe. Ich kann es ihm gut nachfühlen. Die Herausforderung für mich persönlich liegt in der Konkretheit, mit der die leiblichen Werke der Barmherzigkeit, um die sich diese Fastenpredigtreihe dreht, uns immer wieder aufs Neue in Anspruch nehmen wollen. Hungernden und Dürstenden zu essen und zu trinken geben, Fremde beherbergen und Nackte bekleiden, Kranke und Gefangene besuchen, Tote bestatten – das ist ganz konkret, eben leiblich-handfest, das lässt sich gewissermaßen direkt abfragen: Wann habe ich zum letzten Mal einen kranken Menschen besucht, wann zum letzten Mal mich um Gefangene gesorgt? Und irgendwie habe ich dann das Gefühl, dass meine Bilanz dabei ziemlich mau aussieht.
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Lass Dir an meiner Gnade genügen - Predigt am 5. Juli 2015
Geschrieben von: Prof. Dr. Matthias Remenyi, Diakon   

Liebe Brüder und Schwestern im Glauben, ich möchte heute mit Ihnen über einen Satz des Paulus aus der zweiten Lesung nachdenken, der quer zu unserer allgemeinen Erfahrung zu stehen scheint. Wenn ich schwach bin, sagt Paulus, dann bin ich stark. Denn, so das Argument des Paulus, Christi Gnade erweist ihre Kraft gerade in der Schwachheit. Wenn ich schwach bin, bin ich stark? Unsere ganze Alltagserfahrung scheint doch auf das Gegenteil hinzuweisen.

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